Fit für den Tag: Mit bunt gefüllter Brotdose ins neue Kitajahr
Mit Start des neuen Kitajahres rückt die Organisation des täglichen Frühstücks wieder in den Fokus. Dabei begegnen Familien und Einrichtungen ganz unterschiedlichen Ausgangssituationen: Während einige Kinder bereits zu Hause frühstücken und eine Brotdose als Zwischenmahlzeit mitbringen, nehmen andere in der Kindertagesbetreuung ihre erste Mahlzeit des Tages ein. Diese kann wiederum entweder durch die Einrichtung selbst angeboten oder aber mitgegeben werden. Wo Brotboxen individuell durch Eltern zusammengestellt werden, formulieren viele Kitas spezifische Anforderungen an den Inhalt, um eine ausgewogene Ernährung innerhalb der Gruppe zu unterstützen. Doch was gehört eigentlich genau hinein in die Box?
Das Wichtigste in Kürze
Eine gesundheitsfördernde Zusammenstellung besteht idealerweise aus folgenden Komponenten:
- Vollkornprodukte: beispielsweise Vollkornbrot, -brötchen, -zwieback, -knäckebrot oder Müsli
- Gemüse und Obst: entsprechend des jahreszeitlichen Angebots, vorranging roh
- Milchprodukte: Naturjoghurt, Speisequark oder Käse
Bevorzugt werden sollten Produkte ohne Zusatz von Zucker und sonstigen süßenden Zutaten. Ein Getränk – Wasser, Kräuter- oder Früchtetee – gehört zu jeder Mahlzeit dazu und wird in der Regel von der Kindertagesbetreuung organisiert.
Lebensmittelauswahl und -mengen
Eine pflanzenbetonte und vielfältige Auswahl bildet das Fundament für die Zwischenverpflegung. Vollkornprodukte sowie ein bunter Mix aus saisonalem Gemüse und Obst – in mundgerechte Stücke geschnitten – liefern Energie und wichtige Nährstoffe. Ergänzend bieten sich Schnitt- oder Frischkäse zum Beispiel als Brotbelag an. Selbstgemachte Quark- oder Joghurtspeisen, etwa mit Haferflocken und frischen Früchten kombiniert, können für Abwechslung sorgen. Ein Blick auf die Nährwerttabellen hilft dabei, naturbelassene Milchprodukte mit geringerem Fettgehalt zu wählen.
Die Handinnenfläche des Kindes dient als praktisches Maß für eine Portion Lebensmittel. Beim Füllen der Brotdose gilt: „Weniger ist mehr“, insbesondere wenn es sich um einen Snack handelt. So können unnötige Lebensmittelreste vermieden werden. Für eine genauere Planung sind spezifische Mengenempfehlungen in der entsprechenden Tabelle des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas (PDF | nicht barrierefrei) zu finden. Die Vernetzungsstelle Kitaverpflegung hat für Eltern Anregungen und Tipps im Brotdosenflyer zusammengestellt.
Sicher genießen: Kühlkette im Blick
Besonders bei warmen Außentemperaturen gilt es, geeignete Maßnahmen für einen sicheren Umgang mit Lebensmitteln zu treffen: Kühlungspflichtige Speisen sollten auf dem Weg in die Kindertagesbetreuung sinnvollerweise in einer Kühltasche transportiert werden. Um die Frische der Lebensmittel bis zur Frühstückspause zu bewahren, ist anschließend eine sachgerechte Lagerung in der Kita entscheidend.
Mehr Nachhaltigkeit in der Brotdose
Vor allem die Auswahl der Lebensmittel trägt zur Nachhaltigkeit bei: Unverarbeitete, saisonale Produkte aus der Region weisen eine günstigere Umweltbilanz auf. Werden Gemüse und Obst ungeschält eingepackt und verzehrt, bleiben wichtige Nährstoffe erhalten, während gleichzeitig die Menge des Bioabfalls sinkt.
Aber auch den Proviant in Mehrwegbehältern einzupacken ist ein Plus für den Ressourcenschutz und vermeidet große Mengen an Verpackungsmüll. Brotdosen mit Fächern trennen Speisen(komponenten) ideal voneinander ab. Alternativ stellen wiederverwendbare Bienenwachstücher eine ökologische Option dar und machen den Einsatz von Alu- und Klarsichtfolie überflüssig.