Winterliche Speiseplanung: Porree im Portrait
Der Porree – auch unter dem Namen Lauch bekannt – ist rund ums Jahr ein vielseitig einsetzbares Gemüse auf dem Speiseplan. Er wird häufig als würzende Zutat in Suppen und Eintöpfen verwendet und eignet sich gedünstet, gekocht oder gebacken für viele herzhafte Gerichte. Botanisch gehört Porree zur Familie der Zwiebelgewächse, bildet jedoch anstelle einer runden Zwiebel einen langen Schaft aus.
Warenkundlicher Steckbrief
- Name: Porree, Lauch (botanisch: Allium porrum)
- Aussehen: weißer bis hellgrüner Schaft – dunkelgrüne, flache Blätter
- Geschmack: mild-würzig, zwiebelähnliches Aroma
- Saison: ganzjährig heimischer Anbau
- Lagerung: im Kühlschrank bis zu einer Woche haltbar
Klimabewusst genießen: Ganzjährig erntefrisch aus der Region
Porree gilt zwar als klassisches Wintergemüse, ist allerdings das ganze Jahr über regional erhältlich. Robuste Wintersorten können hierzulande von Dezember bis Februar direkt vom Feld geerntet werden, während kälteempfindlicherer Sommer- und Herbstporree die Versorgung über den Rest des Jahres abdeckt. Von Januar bis März ist das Gemüse mitunter auch als Lagerware erhältlich. Der ganzjährige heimische Anbau macht Porree zu einem klimafreundlichen Gemüse, da lange Transportwege und ein energieintensiver Gewächshausanbau entfallen.
Tipp: Welches Gemüse und welches Obst hat in Deutschland wann Saison? Werfen Sie einen Blick in den Saisonkalender der Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Lagerung und Küchenpraxis
Für eine optimale Haltbarkeit sollte Porree ungewaschen im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden, wo er sich bis zu einer Woche hält. Gekochter Porree kann gekühlt bis zu drei Tage aufbewahrt werden. Alternativ lässt sich das Stangengemüse, in Stücke geschnitten, blanchieren und dann portionsweise einfrieren. Im Tiefkühlgerät ist es so bis zu zwölf Monate haltbar.
Vor der Zubereitung sollte der Porree gründlich gereinigt werden. Nach dem Entfernen der trockenen Spitzen und des Wurzelendes werden die grünen Blätter längs eingeschnitten und aufgefächert, um unter fließendem Wasser alle Zwischenräume sorgfältig von Erde zu befreien. Dieser grüne Anteil des Porrees enthält vergleichsweise viel Calcium und kann, beispielsweise in Form dünner Streifen, beim Kochen mitverwendet werden; aufgrund der festeren Struktur ist die Garzeit etwas länger als bei der zarteren weißen Stange, die meist in Ringe geschnitten wird.
Porree ist ein Multitalent: Er eignet sich gekocht für Suppen, Eintöpfe und Aufläufe oder auch zubereitet als Salat. Wegen seines zwiebelähnlichen Aromas und der blähenden Wirkung empfiehlt es sich, Kindern Porree zunächst gekocht anzubieten.
Tipps zur Ernährungsbildung
Neue Gemüsesorten kennenzulernen fällt Kindern oft leichter, wenn sie dabei pädagogisch begleitet werden. Um das Stangengemüse gemeinsam mit den Kindern zu entdecken, bietet sich die Ernährungsgeschichte „Porree Paulchen“ (PDF | nicht barrierefrei) an.
Rezepte für pädagogische Kochaktionen oder für die Mittagsverpflegung finden Sie in unserer Rubrik Rezepte rund ums Jahr (Porree-Gemüsetopf mit Grünkern | Porree-Möhren-Puffer | PDF | nicht barrierefrei).