Frische Aufstriche braucht das Brot

Brot mit Tomatenaufstrcih im Vordergrund. Im Hintergrund eine Schale des Tomatenaufstrichs, Basilikum, eine frische Tomate

Wer weniger auf tierische Produkte baut, tut mehr für die Nachhaltigkeit. Denn neben der Orientierung am jahreszeitlichen und regionalen Angebot schont der Verzicht auf Fleisch, Wurst und Milchprodukte das Klima. Was aber kommt dann aufs Brot?

Statt auf traditionelle Beläge kann auf pfiffige und frische pflanzliche Alternativen gesetzt werden. Aufstriche, Pasten und Co. sind einfach in der Zubereitung und lassen sich quasi ganz nebenbei herstellen, wenn sowieso gekocht wird. Einfach etwas mehr Kartoffeln, Linsen, Bohnen oder Gemüse – je nach Vorlieben und Saison – garen und für einen selbstgemachten Brotbelag nutzen. Denn abgesehen von geschroteten Getreiden bilden Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Kartoffeln und verschiedene Gemüse eine ideale Grundlage dazu. Wer es süß statt herzhaft mag, kann Trockenfrüchte verwenden. Im Kühlschrank gelagert, sind pflanzliche Aufstriche ein paar Tage haltbar und lassen sich nicht nur aufs Brot streichen, sondern auch zum Bratling oder der Ofenkartoffel essen, oder überzeugen als Dipp zu Gemüsesticks.

Außerdem eignen sie sich wunderbar zur gemeinsamen Zubereitung mit Kindern und können anhand der Zutatenwahl durch das jahreszeitliche Angebot führen. Die folgende Rezeptauswahl zeigt, wie frische Aufstriche ganz leicht gelingen.

Tomatenaufstrich

(ca. 10 Portionen)
100 g Sonnenblumenkern
100 g getrocknete, eingelegte Tomaten
1−2 EL Öl, z. B. Rapsöl
2 EL Tomatenmark
½ TL Oregano oder Basilikum
Jodsalz
schwarzer Pfeffer

So wird’s gemacht:
Sonnenblumenkerne mit Wasser bedeckt einweichen, dann abtropfen lassen. Gemeinsam mit den zuvor zerkleinerten Tomaten, dem Öl und Tomatenmark in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab pürieren. Am Ende mit den Gewürzen abschmecken.

Kürbis-Linsen-Aufstrich

(ca. 10 Portionen)
150 g Kürbis, z. B. Hokkaido
50 g gelbe oder rote Linsen
Gemüsebrühe
1 TL Currypulver
Jodsalz
schwarzer Pfeffer
Ggf. 1−2 EL Orangensaft

So wird’s gemacht:
Kürbis waschen und in Würfel schneiden. Zusammen mit den Linsen in einem Topf mit Gemüsebrühe garziehen lassen; Wasser anschließend abgießen. Gemüse zusammen pürieren und anschließen mit den Gewürzen bzw. Orangensaft abschmecken.

Grünkernaufstrich

(ca. 10 Portionen)
100 g Grünkernschrot
200 ml Gemüsebrühe
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL gehackte Kräuter, z. B. frische Petersilie
5 EL Rapsöl
1 TL Zitronensaft
1 TL Senf, mild
Kräutersalz
schwarzer Pfeffer
Ggf. Haferflocken, zart

So wird’s gemacht:
Grünkern in Gemüsebrühe aufkochen und ausquellen lassen. In der Zwischenzeit Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln und unter die noch heiße Grünkernmasse mengen. Zum Fertigstellen den Aufstrich mit Kräutern, Öl, Zitronensaft, Senf und Kräutersalz verfeinern. Ist die Konsistenz zu weich, können zarte Haferflocken andickend wirken.

Tipp:
Lässt sich gut einfrieren bzw. ist gekühlt circa 5 Tage lagerfähig.

Zwiebel-Apfel-Aufstrich

(ca. 10 Portionen)
100 g Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
50 g Apfel, säuerlich
1 EL Sonnenblumenkerne
30 g Margarine oder Rapsöl
1 EL gehackte Kräuter, z. B. frische Petersilie
1 TL Zitronensaft
Jodsalz
Pfeffer

So wird’s gemacht:
Zwiebeln und Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Apfel waschen, Kerngehäuse herausschneiden und in kleine Würfel schneiden. Sonnenblumenkerne hacken. Fett in einer Pfanne erhitzen, Äpfel, Zwiebeln, Knoblauch und Sonnenblumenkerne dazugeben und weich dünsten, bis eine einheitliche Masse entsteht. Kräuter waschen, klein hacken und unter die abgekühlte Masse rühren. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp:
Aufstrich hält sich gut verschlossen bis zu einer Woche im Kühlschrank.

Rote-Bete-Apfel-Aufstrich

(ca. 10 Portionen)
100 g Rote Bete
50 g Apfel
50 g Sonnenblumen- oder Cashewkerne
1 TL Zitronensaft
½ TL geriebenen Meerrettich
Kräutersalz

So wird’s gemacht:
Rote Bete und Apfel putzen und würfeln, dann mit etwas Wasser in einem geschlossenen Topf dünsten. Flüssigkeit abgießen. Alle Zutaten miteinander pürieren und abschmecken.