Armutssensibilität als Grundhaltung – Sprache und Praxis bewusst gestalten
Armut und auch Ernährungsarmut ist in Deutschland vielfach unsichtbar – und doch allgegenwärtig. In ihren Projektaktivitäten, Veranstaltungen oder im ehrenamtlichen Engagement sprechen Fachkräfte, Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Ehrenamtliche oft Menschen an, deren Lebenslagen sie nicht kennen. Gleichzeitig stellen sie fest, dass es zum Teil schwer ist, die gewünschte Zielgruppe zu erreichen.
Umso entscheidender ist es, dass unsere Sprache und unser Handeln nicht unbeabsichtigt ausgrenzen, beschämen oder Barrieren verstärken und dass Aktivitäten so konzipiert werden, dass es leichtfällt, die Angebote anzunehmen. Was ist Armutssensibilität, wie gelingt sie in Sprache und Praxis und wie wird aus Wissen über Armutssensibilität Haltung und Handeln? – das sind exemplarisch drei Fragen, auf die es in der 2-stündigen Veranstaltung Antworten geben wird.
Das erwartet Sie:
- Das ZEHN stellt aktuelle Handlungsempfehlungen gegen Ernährungsarmut vor – veröffentlicht als Fokusheft des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Dezember 2025.
- Claire Horst, MitWirkung – Perspektiven für Familien, erklärt, was Armutssensibilität ist und welche Rolle Wissen, Haltung und Handeln dabei spielen.
- René Beck zeigt, wie die Stadt Barsinghausen im Rahmen der Präventionsketten Niedersachsen eine armutspräventive Haltung auf kommunaler Ebene verankert.
Zielgruppe: Fachinstitutionen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Ehrenamtliche
Veranstalter